EDITORIAL des IPB-Newsletters 01/07

Intellectual Property Auction

Hamburg | 29.01.2007 | Ostler | ca. 2.100 Zeichen

Die Wertschöpfung in Unternehmen entsteht heutzutage zu einem erheblichen Maße durch die Entwicklung von wissensbasierten Produkten und Dienst-
leistungen. Aber auch wenn durch die zunehmende Intensität des internationalen Waren-, Güter- und Dienstleistungsaustausches der Besitz von gewerblichen Schutzrechten weiter an Bedeutung gewinnt, gilt der Handel mit Patenten, Lizenzen und Markenrechten nach wie vor als unterentwickelt und wenig transparent.

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln entgeht den Unternehmen in Deutschland derzeit ein Vermögenszuwachs in Höhe von insgesamt mehr als acht Milliarden Euro in Folge der bislang ausbleibenden Kommerzialisierung ungenutzter und umsetzungsreifer Patente. Vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) scheitert die Verwertung der Patente oftmals an der Finanzierungssituation.

Abhilfe können hier über den Kapitalmarkt finanzierte Patentverwertungsfonds wie der Patent Select I der Deutschen Bank schaffen (siehe Newsletter 12/06). Einen weiteren Baustein in der Verwertungsinfrastruktur könnten sogenannte Patent-
auktionen darstellen. Diese Versteigerungen von gewerblichen Schutzrechten beseitigen durch standardisierte Vertragskonstruktionen und einen transparenten Due Diligence Prozess die wesentliche Handelshemmnisse wie z. B. die hohen Kosten der Transferabwicklung oder die unterschiedlichen Informationsstände zwischen potenziellen Käufern und Verkäufern.

Eine Schwesterfirma der IPB, die IP Auctions GmbH veranstaltet in diesem Zusammenhang am 14. und 15. Mai 2007 in München eine internationale Live-Auktion für Patente, Lizenzen und Markenrechte aus den unterschiedlichsten Technologiefelder wie z. B. Nanotechnologie oder Elektronik. Bereits jetzt schon ist die Resonanz von Seiten der Einlieferer sehr hoch. Die IP Auction hat bereits mehr als 600 Patente gescreent und erwartet auf der eigentlichen Auktion über 50 Lose bzw. Versteigerungseinheiten mit teilweise mehr als 20 Einzelschutzrechten. Einlieferer sind neben Töchtern von Großkonzernen wie die Bayer Innovation GmbH auch Hochschulen und Einzelerfinder.

Sollten Sie als Bieter oder Teilnehmer an der Intellectual Property Auction Interesse haben, würden wir uns freuen, Sie im Mai im Kempinski Hotel Airport München begrüßen zu dürfen. Weitere Details und Informationen finden Sie auf der Website www.IP-AUCTION.eu

Abdruck erwünscht | Beleg erbeten

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unseren Pressekontakt.