Patentverwertung
Wissen ist heute eine kommerziell verwertbare Ressource. Durch die Patentierung ist die Voraussetzung für eine aktive Vermarktung gegeben. Viele Unternehmen bieten bereits ihr spezifisches Wissen aktiv am Markt an.Dow Chemicals erwirtschaftete bspw. im Jahr 2002 über 125 Mio. USD pro Jahr allein durch das Lizenzieren von Prozesspatenten. Pfizer erzielt über 70% des Umsatzes mit Produkten, die ganz oder in Teilen auf lizenzierten Komponenten oder Prozessen bestehen. Diese Liste ließe sich beliebig erweitern.
Vor diesem Hintergrund arbeiten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen heute zunehmend als eigenständige Profit-Center. Einige betreiben Auftragsforschung, andere vermarkten bestehende Technologien, die bspw. nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens passen. Die verschiedenen nationalen Patentrechte werden zunehmend standardisiert und damit weltweit transferier- und handelbar.
Damit eröffnen sich auch für innovative und flexible Unternehmen und Erfinder neue Möglichkeiten: Unternehmen kaufen, verkaufen oder lizenzieren Technologien und/oder gehen Joint-Ventures mit anderen Unternehmen ein. Gerade für Einzelerfinder und Ingenieurbüros eröffnen sich mit der zunehmenden Standardisierung des Handels interessante Möglichkeiten der Massenvermarktung ("Economy of scale").
Die Voraussetzung ist allerdings, dass Sie ein Patent besitzen, welches "den Markt" interessiert und das juristisch einwandfrei ist.
Grundsätzlich gibt es die unten genannten vier Möglichkeiten ein Patent zu verwerten, die alle etwas gemein haben: Sie alle kosten Zeit, Geld und Nerven.
Sollten Sie nicht bereit sein, zu investieren, sicher gehen möchten, keine Fehler zu machen oder einfach denken, dass Sie ein besserer Entwickler als Verkäufer sind, erfahren Sie unter Patente vermarkten, was wir für Sie tun können, um Ihnen bei der Patentvermarktung zu helfen.
Carrot Licensing
Das Patent bzw. Patentportfolio schützt eine technische Neuheit, die einen Nutzen für Ihren Kunden (Lizenznehmer) aufweist: Es bietet dem Lizenznehmer entweder die Möglichkeit neue Märkte zu erschließen, bestehende Marktanteile zu halten und/oder Kosten zu sparen.In der Regel ist dies der aufwändigste und teuerste Weg: Der Lizenznehmer muss identifiziert und überzeugt werden, dass er die Erfindung wirklich braucht. Diese Kosten werden nicht immer durch eine entsprechende Lizenzgebühr verdient.
Stick Licensing
Das Patent wird bereits verletzt (siehe auch Patentverletzung). Für den Lizenznehmer besteht nur die Wahl entweder einen Lizenzvertrag abzuschließen oder die Produktion bzw. den Gebrauch der patentgeschützten Erfindung einzustellen.Stick Licensing ist ein relativ gut kalkulierbarer Weg, der jedoch neben einem besonders validen Patent auch einiges diplomatisches Geschick, fundiertes Wissen und Kapital benötigt.
Auktion
Das Patent ist juristisch absolut unangreifbar und schützt eine Neuheit, die in einem hart umkämpften Markt einen oder einige der Marktteilnehmer einen offensichtlichen Nutzen gegenüber den Wettbewerbern bringen kann. Hier bietet sich eine Auktion an, da verschiedene Bieter gewillt sind, in einen Bieterstreit zu treten und durch ein geschicktes Auktionsdesign ein maximaler Ertrag erzielt werden kann.Nur sehr, sehr wenige Patente eignen sich für diese Variante der Patentverwertung, die mit erheblichen (Vorlauf-) Kosten verbunden ist.
True Sale
Ähnlich dem "Carrot Licensing". Jedoch hat der (Exclusiv-) Lizenznehmer bzw. in diesem Fall auch Käufer eher ein strategisches Interesse an der Neuheit. Ein Beispiel wäre eine Erfindung, die ein vom potentiellen Käufer angebotenes Produkt überflüssig machen würde oder sein Absatzvolumen empfindlich einschränken würde.Wie wir Ihnen helfen können, erfahren Sie unter Patente vermarkten

